1. Bundesliga – KC 88 Wettenberg 4. Spieltag

SK Münstermaifeld – KC 88 Wettenberg 5186:4657 (3:0/56:22)

Der KC 88 Wettenberg musste am vierten Spieltag der Bundesliga auswärts bei SK Münstermaifeld eine gehörige Schlappe hinnehmen, lediglich Janis Schmitt sammelte eine Wertung für sein Team und verhinderte damit die „Höchststrafe“.

Die erste Begegnung in der Fremde hatte es gleich in sich, der Neuling aus Hessen wusste sich über weite Strecken kaum auf die bisher unbekannten Bahnverhältnisse einzustellen und ließ so dem überzeugend agierenden Gegner freie Hand.

Da half auch die 30-minütige Einspielzeit vor der Partie nichts: Jan Anders (762/2) versemmelte im Startblock die anspruchsvollen Gassen auf Bahn drei (169) und kam auch auf den anderen, etwas neutraleren Bahnen nicht voll in Schwung. Blockpartner Janis Schmitt (832/6) machte es zwar um einiges besser, das wurde aber auch erst am Ende des Spiels mit einer knappen Überspielung belohnt. Ohne Probleme dagegen die Hausherren, die mit dem siebenfachen Weltmeister Robert Heinichen (902/12) an der Seite von Bernd Göbel (885/11) früh ein stolzes Plus von 192 Hölzer herausholten.

Mit dem Rückenwind aus Block eins ließen die Rheinland-Pfälzer Volker Port (876/10) und Thorsten Ragge (846/8) nachfolgend nichts anbrennen. Beim KC fand sich Kai Göbler (792/5) noch vergleichsweise gut zurecht, während Sebastian Klöpfel (767/3) aus früheren Trainingseinheiten in Münstermaifeld auch keinen rechten Nutzen zu ziehen wusste.

Das einseitige Match setzte sich bis zu den letzten Kugeln fort, Wettenbergs Tino Anders (778/4) und Patrick Schnell (726/1) standen der „Kunststoffbahn mit speziellem Charakter“ ebenso mittellos gegenüber. Bei Münstermaifeld schlossen Mike Killadt (830/6), der als einziger den Gästen eine Wertung zuerkannte, und Christian Jung (847/9) zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung ab.

Mannschaftsführer Jan Anders: „Eine Niederlage, die wir in der Höhe nicht erwartet haben. Wir wussten, dass es nicht leicht werden würde und hätten dem Gegner gerne mehr Paroli geboten. Es war einfach nicht unser Tag.“