2. Bundesliga Süd – KC 88 Wettenberg 14. Spieltag

SKC Waldbrunn/Hadamar – KC 88 Wettenberg 4956:4894 (2:1/43:35)

Das Hessenderby am 14. Spieltag der 2. Bundesliga Süd bot vor ansprechender Kulisse Dramatik und Spannung bis zur letzten Gasse. Am Ende blieb der KC 88 Wettenberg beim SKC Waldbrunn/Hadamar mit dem Punktgewinn im Soll, auch wenn aus Sicht des Tabellenführers wohl mehr drin gewesen wäre.

Im stark gestellten Anfangsblock der Gastgeber wusste diesmal lediglich Janis Schmitt (876/12) voll zu überzeugen und war ab Bahn zwei nicht mehr zu halten. Blockpartner Timo Mandelik (812/6) musste hingegen Wettenbergs Sportwart Patrick Schnell (829/9) vorbeilassen, blieb aber noch vor Jan Anders (798/2), der in dieser Partie völlig neben sich stand und seiner Mannschaft erstmals in dieser Saison nicht helfen konnte. Die Mittelhessen sahen sich damit bereits unverhofft deutlich mit 61 Hölzern hinten.

Nachfolgend war auch bei Kai Göbler (776/1) Sand im Getriebe, er vermochte sich mit dem Spielmaterial nicht anzufreunden und kam so auf keiner der vier Holzbahnen an die 200 LP heran. Dafür passte Wettenbergs „Mannschafts-Oldie“ Jörg Ahnert (863/11) die Piste um so mehr auf die Hand und er hielt seine Farben im Vergleich mit den Brüdern Tom Viertel (823/8) und Yannik Viertel (802/3) im Spiel. Der Rückstand Wettenbergs betrug zwar nur noch 41 Hölzer, vom 0:3 bis zu einem 3:0 war aber noch alles möglich.

In Block drei starteten die Wettenberger anfangs eine vielversprechende Aufholjagd, doch der SKC knickte nicht ein und blieb nach einigen Kugeln und nachfolgenden Fehlern der Wettenberger weiter auf Distanz. Nach 35 Würfen dann schlechte Nachricht für den KC 88: Sebastian Klöpfel musste nach durchwachsenem Beginn verletzungsbedingt gegen Thomas Becker ausgetauscht werden und wird sicherlich einige Spieltage ausfallen. Becker machte seine Sache sehr gut und holte mit dem gemeinsamen Ergebnis (819/7) weitere Wertungen an Bord. Tino Anders (809/5) packte der ordentlichen 218er-Startbahn nichts mehr drauf und schlussendlich brachten Waldbrunns Alexander Weiß (835/10) und Stefan Dietershagen (808/4) ihren Vorsprung über die Ziellinie.

Patrick Schnells Fazit nach der Begegnung: „Das Match hat allen Anforderungen an ein spannendes Derby Rechnung getragen und es gab auf beiden Seiten Überraschungen – und das in beide Richtungen. Die Bahnen selbst sind sehr fallfreudig, kleinste Fehler werden aber sofort bestraft. Wir haben zwar die mögliche Vorentscheidung um Platz eins der Hauptrunde verpasst, können aber mit dem Punktgewinn sehr gut leben.“