KC 88 Wettenberg – KSV Stromberg 5238:4669 (3:0/53:25)
Der frisch gebackene Herbstmeister KC 88 Wettenberg durfte am neunten Spieltag der 2. Bundesliga Süd zum Abschluss der Hinrunde mit abermals neuem Mannschaftsbahnrekord von 5.238 LP einen ungefährdeten 3:0-Sieg über den Verfolger KSV Stromberg feiern und festigte so seinen Platz an der Sonne.
Das Topspiel der Liga vor ansehnlicher Zuschauerkulisse sah unmittelbar im Startblock einen entfesselt aufspielenden Jan Anders, dessen Zahl von 944 LP (219-237-251-237) nun auch im Wettkampf offiziell den seit mehr als 15 Jahren bestehenden Einzelbahnrekord von Jörg Ahnert über 930 LP einstellte. Neben ihm kam Patrick Schnell (835/7) zwar nicht an seine letzte Heimvorstellung heran, aber sein Ergebnis sollte diesmal für die meisten Gegenspieler nicht erreichbar sein. Einzige Ausnahme war Strombergs stärkster Akteur Thomas Hübgen (888/9), der Bahn zwei mit 244 LP fast „durchblankte“ und im Sog von Jan Anders die bislang höchste Gästezahl der Saison präsentierte. Sein Mitspieler Dirk Schneider (586/1), sonst ebenfalls für hohe Ergebnisse gut, musste hingegen nach 91 Wurf verletzt aufgeben. Stromberg verzichtete auf den Einsatz eines Ersatzspielers und die Hausherren lagen in der Gesamtholzzahl dadurch bereits uneinholbar in Führung.
Die Rheinland-Pfälzer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ihr Pulver verschossen. René Schumacher (792/3) und Florian Feichter (785/2) sollten im mittleren Abschnitt für die Gäste ebenso wenig bewegen wie nachfolgend ihre Mannschaftskameraden Klaus Schumacher (802/4) und Markus Hübgen (816/6). Letzterem sollte noch eine weitere Wertung zugute kommen, nachdem Kai Uwe Schnell (812/5) seine guten Trainingsergebnisse nicht bestätigen konnte. Dafür machte Schnells Blockpartner Kai Göbler (890/11) seine Sache umso besser und verhinderte mit dem Überspielen der 888er-Vorgabe nervenstark ebenso das weitere Abwandern von Wertungen wie auch in Block drei der bärenstarke Jörg Ahnert (890/10). Nach optimalen 460 LP zur Halbzeit war auch Tino Anders (867/8) auf bestem Wege zu einer Spitzenzahl, doch er verlor anschließend insbesondere in die Räume etwas den Faden.
Unter dem Strich ein souveräner Auftritt der Hessen, deren Aufgabe es nun ist, bei drei Auswärtsspielen in Folge ihre aussichtsreiche Position zu verteidigen.