1. Bundesliga – KC 88 Wettenberg 6. Spieltag

TG Herford – KC 88 Wettenberg 5134:5034 (2:1/45:33)

Dem KC 88 Wettenberg ist am sechsten Spieltag der Bundesliga auswärts bei der TG Herford mit vorzeigbarer Mannschaftsleistung ein erneuter Teilerfolg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gelungen. Die Hessen klettern damit auf den respektablen fünften Rang in der Tabelle.

Die erstaunlich „kranzlastigen“ Holzbahnen im Herforder Sportpark Waldfrieden passten den Wettenbergern bereits beim Einspielen auf die Hand und so entwickelte sich von Beginn an eine spannende Partie, in der die Gäste zunächst sogar drei Bahnen lang führten. Es brauchte einen 248er-Schlussspurt von Herfords Matthias Gronwald (860/8), um einen frühen Rückstand abzuwenden. An seiner Seite drehte Uwe Hippert (897/12) zur Tagesbestleistung auf und blieb damit knapp vor Wettenbergs bärenstarkem Jan Anders (880/10). Blockpartner Janis Schmitt (840/6) ließ hingegen nach einem ebenfalls furiosen Start mit 441 LP zur Halbzeit deutlich nach und so führte Herford dann doch mit 37 Hölzern.

Nachfolgend wollte Wettenberg in Sachen dritter Spielwertungspunkt einen deutlichen Schritt nach vorne machen, aber das gelang nur bedingt. Während Herfords Neuzugang und Youngster Timo Hippert (874/9) ein tadelloses Spiel ablieferte, machte sich der für Thomas Klein ins Team gekommene Jörg Hollmann (819/3) angreifbar. Kai Göbler (837/5) erlitt auf Seiten des KC 88 ein ähnliches Schicksal wie zuvor Schmitt: mit optimalen 458 LP auf Bahn drei und vier gestartet, musste er ebenfalls auf den übrigen Bahnen deutlich Federn lassen. Mitspieler Sebastian Klöpfel (796/1) kam dagegen zu keinem Zeitpunkt in eine Serie rein und so bauten die Ostwestfalen die Führung unbedrängt auf rund 100 Hölzer aus.

Die Zielvorgabe für den Schlussblock war klar: zu den bereits fünf erzielten Überspielungen auf Wettenbergs Konto mussten weitere fünf für den anvisierten Punktgewinn folgen, kein leichtes Unterfangen. Doch nach den ersten Kugeln in Block drei war erkennbar, dass bei Herford Alexander Mirus (798/2) nicht im Vollbesitz seiner Kräfte agierte und er somit im weiteren Verlauf auch nicht verhindern konnte, dass die fehlenden Wertungen für Wettenberg zustande kamen. Da half es auch nicht, dass Herfords Topspieler Raffael Tönnsmann (886/11) zielsicher alle Vorgaben überbot und auch seine Gegenspieler Jörg Ahnert (829/4) und Tino Anders (852/7) in Schach hielt.

Teamchef Jörg Schnell freute sich über den Punktgewinn und das bisher Erreichte ungemein: „Nach sechs Spieltagen mit ausgeglichenem Punktekonto auf Rang fünf zu stehen, ist deutlich mehr, als wir erwarten konnten. Die Liga scheint im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich ausgeglichener zu sein, das spielt uns aktuell in die Karten.“