SG Düsseldorfer Kegler – KC 88 Wettenberg 5161:4980 (2:1/45:33)
Im Bundesliga-Nachholspiel des ersten Spieltages zog der KC 88 Wettenberg mit einem Teilerfolg Nutzen aus der aktuellen Verletzungsmisere der gastgebenden SG Düsseldorfer Kegler: Dank des Punktgewinns rückt der Neuling kurz vor der Herbstpause auf den sechsten Tabellenplatz vor.
Aufgrund der personellen Themen aufseiten der sonst heimstarken Rheinländer hatten sich die Hessen minimale Hoffnung auf einen zählbaren Erfolg gemacht. Dabei war ein Rückstand nach Block eins durchaus eingepreist, denn die sicher auftretenden Düsseldorfer Frank Kremer (934/12) und Marvin Panneck (891/10) brachten die SG im Vergleich mit Jan Anders (860/7) und Janis Schmitt (868/9) in Führung. Nach zögerlichem Start lag Düsseldorf bereits mit vorentscheidenden 97 Hölzern in Front.
Der Kampf Wettenbergs um die Einzelwertungspunkte blieb nach den stabilen Ergebnissen aus dem Startblock dagegen erhalten und ab Block zwei wollten die Gäste dort Boden gut machen. Es war jedoch nicht die erhoffte Spielstärke des KC 88, die den Ausschlag gab, denn Sebastian Klöpfel (810/4) und Patrick Schnell (785/2) blieben hinter ihren Erwartungen zurück. Dennoch ergaben sich einige Wertungen, weil bei den Gastgebern Christoph Tillmann (790/3) an der Seite des überzeugenden Dirk Kremer (917/11) bei Weitem nicht an seine bisherigen Heimleistungen heran kam.
Vor dem Schlussblock war damit alles offen. Nach den überschaubaren Ergebnissen Wettenbergs im Mittelblock schienen die Vorteile zunächst bei den Hausherren zu liegen. Doch es kam unverhofft anders. Als Düsseldorfs Stefan Stenger (768/1) sichtlich angeschlagen nur einen einzigen Einzelwertungspunkt holte, wurde die Zahl von Blockpartner Thomas Fischer (861/8) bedeutungslos. Der KC musste für den Punktgewinn nun lediglich die Marke von 790 LP überbieten. Kai Göbler (827/5) und Tino Anders (830/6) lösten diese Aufgabe problemlos und sicherten so mit 33 EWP den wichtigen Zähler.
Die Marschroute für die Zeit nach der kurzen Pause steht bereits fest. Mannschaftskapitän Jan Anders resümiert: „Ohne zu glänzen, konnten wir unseren ersten, wenn auch sicherlich glücklichen Auswärtspunkt einsammeln. Düsseldorf hat uns den Punkt im Prinzip geschenkt. In zwei Wochen reisen wir zum aktuellen Schlusslicht Herford, da müssen wir eine Schippe draufpacken.“