1. Bundesliga – KC 88 Wettenberg 2. Spieltag

KC 88 Wettenberg SK Heiligenhaus 5031:4959 (2:1/44:34)

Erfolgreiches Erstliga-Debüt beim KC 88 Wettenberg am zweiten Spieltag zu Hause gegen den amtierenden Deutschen Meister SK Heiligenhaus. In der mit Spannung erwarteten Partie durften die Hessen den Sieg in der Gesamtholzzahl bejubeln, die zwischenzeitlich greifbare 3:0-Überraschung blieb am Ende jedoch aus und der dritte Spielwertungspunkt ging verdient an Heiligenhaus.

Die prominenten Gäste aus Nordrhein-Westfalen traten wie schon zum Saisonauftakt mit zwei Nachwuchskräften aus der eigenen Jugend an, nachdem deren 21-facher Weltmeister André Laukmann den Verein verließ und zudem Stammspieler Sascha Bacinski nicht zur Verfügung stand. Das ließ beim heimstarken Aufsteiger zumindest Hoffnung auf einen Sieg nach Holzzahl aufkeimen. Gleich im Startblock kam dann auch der 18-jährige Vincent Muschalik (805/3) zum Einsatz. An der Seite seines SK-Kapitäns Marcel Grote (842/7) wusste er bis zur Halbzeit (425) zu überzeugen. Anschließend musste er die beiden starken Wettenberger Tino Anders (858/11) und insbesondere Jan Anders (870/12) klar ziehen lassen, die ihren KC zunächst mit beachtlichen 81 Hölzern in Front brachten.

Die Ergebnisse sollten auch im mittleren Abschnitt nicht in den Himmel wachsen, mit der diesmal „zickigen“, recht achterlastigen Bahn hatten auch Wettenbergs Patrick Schnell (844/9) und Neuzugang Janis Schmitt  (828/5) zu kämpfen. Für die Einzelwertung und damit für den dritten Punkt bis dahin weiter positiv: Schnell blieb hauchdünn vor seinem Widersacher Robin Holler (843/8) und auch die Leistung des zweiten, gleichaltrigen Youngsters Finn Dellmann (805/2) spielte dem KC 88 in die Karten. Gerade einmal zwei Wertungen hatten die Hausherren zu diesem Zeitpunkt gegen den Titelverteidiger vor der Kamera des erstmals anwesenden Hessischen Rundfunk abgegeben und die Führung auf solide 105 Hölzer ausgebaut. Sollte es zur großen Überraschung kommen?

Mitnichten – Heiligenhaus hatte mit Marcel Schneimann (854/10) im Schlussdrittel einen der gefährlichsten Liberos der Liga aufgeboten, was er mit der Bestleistung innerhalb seines Teams eindrucksvoll unterstrich. Sein Blockpartner Raphael Kerkhoff (810/4) blieb dagegen ungefährlich, was Wettenberg den wichtigen Sieg in der Holzzahl sicherte. Beim Gastgeber erwischte Sebastian Mania (795/1) nach überzeugenden Trainingsergebnissen jedoch einen rabenschwarzen Tag und vermochte so an der Seite von Sebastian Klöpfel (836/6) den am Ende gerechten Punktverlust nicht zu verhindern.

Das Fazit von Sportwart Patrick Schnell fiel dennoch positiv aus: „Machen wir uns nichts vor, das 2:1 hätten wir gegen diesen namhaften Gegner vor dem Spiel ungesehen gekauft, das war unter dem Strich daher ein gelungenes Debüt im Oberhaus.“